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News

Der Wert von Gold
28.02. 2011

Es war bei den Olympischen Spielen in Peking, als ein TV-Reporter gemeint hatte: Mit den Goldmedaillen im Fechten von Britta Heidemann und Benjamin Kleibrink ist die Sportart bei uns in den nächsten vier Jahre weiter vertreten. Das klingt krass ja kann denn eine Disziplin medial nicht verfolgt werden, weil der Erfolg ausbleibt?! -, ist aber so. Der sportliche Erfolg, der im Moment des Triumphs an einen einzigen Namen festgemacht wird, setzt einen Kreislauf im Gange, der weit mehr wert ist als das Gold, das um den Hals des Akteurs baumelt. Eric Frenzel ist Weltmeister der Nordischen Kombination. Er ist Weltmeister einer Sportart, die in den letzten, sagen wir: zwölf Monaten nicht gerade einen leichten Weg gegangen ist. Er ist Weltmeister einer Sportart, die ihm in diesem Winter kaum die Bühne gegeben hat, sich zu beweisen. Es sollen an dieser Stelle keine Märkte abgewertet werden. Klar ist jedoch, dass gerade Deutschland für die Nordische Kombination gleichermaßen Traditions- und Zukunftsmarkt in einem ist. Es tut weh, daran zu denken, dass im laufenden Weltcupwinter nur ein einziger Ort Kombinations-Weltcups austrug. Es tut weh, daran zu denken, dass ein Deutscher TV-Sender gerade mal ein paar Minuten von einem Weltcup-Event zeigte. Und deswegen ist die Leistung Eric Frenzels, gefolgt von jener Tino Edelmanns und Johannes Rydzeks, doppelter und dreifacher Balsam: weil es leicht sein kann, dass die Kombinierer als erfolgreichste Sparte des Deutschen Skiverbandes von dieser WM nach Hause zurück kehren und deswegen in ihrem Verband (noch) mehr Aufmerksamkeit erfahren; weil ein zweiter Weltcuptermin in Deutschland nach den heutigen Ergebnissen fix sein sollte; weil die Sportart noch mehr in den Blickpunkt der (elektronischen) Medien rücken könnte. Schon klar. Die internationale Szene und ihre Verantwortlichen, die Vertreter anderer Märkte können und dürfen sich jetzt nicht zurücklehnen und sagen: Ihr Deutschen, macht mal. Weiterhin ist jeder/jede gefordert, im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten bestmöglich für die Nordische Kombination tätig zu sein. Der Weg, der in diesen Wochen und Monaten von Komitee-Vorsitzenden Roman Kumpost beschritten wird, scheint der richtige zu sein. Doch der heutige Dank gebührt nicht Kumpost, sondern Frenzel. Möge er in erster Person seine Goldmedaille auch versilbern können. Doch möge seine Medaille Nachhaltigkeit besitzen, die noch in zwölf oder 24 Monaten gespürt werden kann. (Egon Theiner) (C) nordische-kombination.de

 

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