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"Kritischer Punkt" von 1994 nach 18 Jahren aufgearbeitet
07.09. 2012

Kritischer Punkt von 1994 nach 18 Jahren aufgearbeitet Prominenter Zaungast zum Sommer-Grand Prix in der Nordischen Kombination war der dreifache Skisprung-Olympiasieger Jens Weißflog. Der heute 48-jährige verfolgte die Wettkämpfe an der Schanze sowie die Laufentscheidung. Als kleiner Steppke hat Jens Weißflog einst als Kombinierer begonnen; die Leistungenauf den schmalen Brettern stagnierten und so wurde er schließlich Spezialspringer. Der Sommer Grand Prix ist nicht nur sportlich immer für eine Öberraschung gut, sondern auch außerhalb des Wettkampfgeschehens. Seit zwei Jahren ist der einstige Weggefährte von Jens Weißflog der Norweger Lasse Ottesen beim Internationalen Skiverband (FIS) als Koordinator für die Nordische Kombination tätig und weilte so in der Stadt am Fichtelberg. Gelegenheit die Ereignisse von 1994 noch einmal zu besprechen.   Rückblick: 1994 Abschlussspringen der Vierschanzentournee in Bischofshofen. Jens Weißflog stand vor dem möglichen 4. Gewinn der Tournee. In der Startreihenfolge musste Lasse Ottesen unmittelbar vor Jens Weißflog seinen Sprung absolvieren dessen Landsmann Espen Bredesen jedoch ebenfalls Chancen auf den Gesamtsieg hatte. Lasse Ottesen saß auf dem Balken, trotz guter Bedingungen verzögerte er den Sprung er blieb sitzen. Eine gefühlte Ewigkeit. Jens stand bereits als nächster Wettkämpfer in der Nähe des Anlaufbalkens. Aufgrund der unnötigen Verzögerung war Jens in seiner Konzentration, im Wettkampfablauf gestört. Ihm misslang der Sprung, der Gesamtsieg war futsch. Im Schanzenauslauf von Bischofshofen äußerte Jens die Verärgerung über das Verhalten von Lasse Ottesen lautstark ins Funkgerät.


Nun, nach 18 Jahren weilte Lasse Ottesen in Oberwiesenthal und die Erzgebirger lechzten nach Aufklärung der damaligen Situation. Streckensprecherin Heike Hünefeld führte beide zusammen und beide schilderten die Situation aus ihrer Sicht. Jens Weißflog und Lasse Ottesen gehen heute unbeschwert mit der damaligen Situation um. Beide schmunzeln darüber und sind sich bewusst, dass sie Geschichte geschrieben haben. Das Verhalten von Lasse Ottesen veranlasste die FIS, die Regularien zu ändern. Seitdem gibt es die Ampelregelung, so dass der Springer nur 10 sec. Zeit hat, seinen Sprung zu beginnen. Geschichten die so nur der Sport schreibt.   Foto: Marcel Stöckel Text: Heike Hünefeld

 

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