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News

Sommer Grand Prix der Nordisch Kombinierten
29.08. 2011

"Biege ich ab, oder fahre ich noch eine weitere Runde im Feld?" Diese Frage haben sich zahlreiche der 65 Starter beim ersten Penalty Race im Rahmen des FIS Sommer Grand Prix 2011 in Oberwiesenthal gestellt. Bei der Premiere des neuen Wettkampfformats geht es darum, Strafrunden abzuarbeiten, die man sich auf der Schanze durch zu geringe Weite eingehandelt hat. Für Johannes Rydzek stellte sich diese Frage nicht. Denn der Oberstdorfer sprang von der Fichtelbergschanze auf die Jury-Weite von 101 Metern und erzielte damit die notwendigen Meter, um ohne Strafrunde durch den 10km-Kurs zu kommen. Ein unschätzbarer Vorteil, den der 19-Jährige Vorjahres-GP-Sieger nutzte, um sich nach dem dritten Platz vom Vortag den Sieg zu sichern. Unangefochten war Rydzek bei diesem Unterfangen allerdings nicht. Denn Sieger des Springens war der Norweger Jan Schmid mit einer Weite von 102 Metern, der sich damit den zehn Sekunden Zeitbonus sicherte und vor dem Feld startete, das im Massenstart ins Rennen im Stadtkern von Oberwiesenthal ging. Nach dem ersten der sechs Durchläufe hatte das Feld den Leader allerdings schon eingeholt. Dem US-Amerikaner Bill Demong gelang es, sich im zweiten Umlauf vom Feld abzusetzen. Jedoch hatte der 31-Jährige die Bürde einer Strafrunde zu tragen. In Runde zwei entschied sich der Weltmeister von 2009 dazu, in die Strafschleife rund um das Eislaufzentrum zu gehen. Damit war der Weg frei für Rydzek und Schmid. Beide duellierten sich bis zur Schlussrunde. Wie am Vortag fiel die Entscheidung auf den letzten Metern, als Rydzek sich von seinem Kontrahenten absetzte. Mit dem Sieg übernahm der Bayer die Führung in der Gesamtwertung der Sommerserie mit 160 Punkten. "Ich habe mich heute gut gefühlt und riesig gefreut, hier gewonnen zu haben. Während des Rennens habe ich meine Taktik geändert", sagte der Tagessieger. Hinter Rydzek und Schmid erreichte Bill Demong trotz Strafrunde als Dritter das Ziel. Nur wenige Meter dahinter Jason Lamy Chappuis. Der amtierende Gesamtweltcupsieger musste ebenfalls eine Extra-Runde um das Eisstadion drehen. Chancenlos war Eric Frenzel. Der Vortagessieger musste sich seinem Heimpublikum für vier Extrarunden präsentieren und wurde am Ende 20. Die Athleten zeigten sich vom neuen Format nicht abgeneigt. "Es ist schön, eine komplett neue Idee zu haben. Sicherlich muss noch einiges angepasst werden, zum Beispiel müssten die Korridore auf der Schanze für die Anzahl der Strafrunden angepasst werden", sagte Jan Schmid. Bill Demong sieht im Penalty Race eine Herausforderung für die Sportler. "Die richtige Taktik ist besonders wichtig. Ich hatte mir vorgenommen, in der zweiten Runde in die Strafrunde zu gehen, das war ein Fehler. Der Knackpunkt bei diesem Wettkampf ist das Skispringen, es ist enorm wichtig, ohne Strafrunden auszukommen." Das Penalty Race wird möglicherweise noch einige kleinere Veränderungen erfahren. "Das war ein sehr guter Test. Einige Details müssen noch angepasst werden", sagte FIS-Koordinator Lasse Ottessen und kündigte für Liberec Gespräche mit Trainern und der FIS-Exekutive an. Dort steht am Mittwoch ein Gundersen-Wettbewerb auf dem Programm, ehe das Finale der Sommerserie in Oberstdorf mit zwei weiteren Einzelwettbewerben steigt. (C) www.nordische Kombination.de

 

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